Faust – Die Komödie

aufgeführt: 2016

Woesner-Brothers:

Faust – Die Komödie – Eine Satire in drei Akten

Der klassische Faust-Stoff in neuem Gewand

Gott hat ein Problem: die Menschheit. Dabei hatte er sich seine Schöpfung so schön harmonisch gedacht. Ausgerechnet die Menschen, die Krone seines großen Werkes, geraten auf die schiefe Bahn. Nichts ist ihnen heilig, auch das letzte Geheimnis wollen sie lüften. Doch der Schlimmste von ihnen ist Faust. Seine Neugier kennt keine Grenzen. Besessen von der Idee, die Schöpfung zu optimieren, möchte er jetzt sogar einen Menschen erschaffen. Wo aber bleibt der Ur-Schöpfer der Welt, wenn sich jeder dahergelaufene Erdenbewohner einen Plastinatus im Wasserglas züchtet? Die Himmelsbewohner sind entsetzt und wollen Faust vernichten. Gott erinnert sie an die Freiheit des menschlichen Willens. Aber zum Glück klopft gerade Mephisto an die Himmelspforte – und wer wäre besser geeignet, ein irdisches Problem zu beheben. Mephisto bietet sich als Kompromiss an: Er soll Faust frustrieren und ihn in den Selbstmord treiben. Weil Mephisto im Fall einer geglückten Mission aber den Chefposten im Himmel beansprucht, schicken die Engel noch Geheimagentin Gretchen auf die Erde. A uch mit i rdischen Kräften muss Faust kämpfen: Oberamtsvorsteher Klotz und Unteramtsgehilfe Stange wollen bei ihm lediglich Abwassergebühren kassieren – als sie einen Skandal im Hause Faust wittern. Das Berliner Autorenduo, das unter dem Markenzeichen „Woesner Brothers“ bereits ein Dutzend Klassikerparodien erfolgreich auf die Bühne brachte, schuf mit seiner aberwitzigen Faust-Version eine gelungene Mischung aus Nonsens und Hochliteratur. Respektlos und ohne Berührungsängste nimmt es den dramatischen Bildungsbürgerklassikers auf die Schippe. Mit Sprachwitz und Hintersinn werden Verse geknittelt und Reime geschüttelt, die Pointen und Zitate jagen sich mit und ohne Zeit- Goethe- und Literaturbezug. Doch bei allem skurrilen Spaß merkt man, dass die federführenden Gebrüder ihren Goethe ordentlich gelesen haben: Ihre Versdichtung parodiert den Duktus des Originals erstklassig.

 

„Faust – Die Komödie“ – Eine Satire in drei Akten von Woesner-Brothers

Besetzung:

Lothar Schubert (Faust), Ursel Schmitt (Mephisto), Swantje Willems (Günther von Wagen), Sven Heidebreck (Gott, Totengräber), Hans-Martin Fischer (Erzengel Raphael, Gretchen), Doris Fuchs (Erzengel Gabriela, Oberamtsvorsteher Klotz, Totengräber), Sigrid Vaas (Erzengel Michaela, Unteramtsgehilfe Stange, Totengräber), Angela Wünsche (Jungfer Marthe, Totengräber), Ulrike Bohrer (Hexe Xenia)

• Licht + Ton: Pishtar Dakaj
• Plakat: Sigrid Vaas
• Programmheft: Angela Wünsche, Sigrid Vaas
• Bühnenbild + Ausstattung: Ensemble

• Inszenierung + Regie: Till Schneidenbach

• Premiere: 17. März 2016 im Theater im Spitalhof

• weitere Aufführungen: 18. + 19. März 2016

Pressestimmen